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GRAVEN MAUL "Crushed Skull Moon" [EP/Limited Tape]

Künstler/Band und Albumtitel: 

Erscheinungsdatum: 

07-2018

Label: 

Genre(s): 

Hier ballert eine schöne, rohe Death Metal Wand (sprich keine unnötige Tapete, sondern wirklich roh) aus Fresno, Kalifornien (USA) über den Teich, die hoffentlich keine überhöhten Zölle abverlangt?! Klein und kompakt im Retrostil als Tape mit s/w Ästhetik und stilsicherem Logoschriftzug (weltweit limitiert auf nur 100 Kopien!) oder ggf. natürlich auch als Digital-EP. Die Band selbst gibt es erst seit 2.017 und hat bislang offenbar auch noch keinen festen Labeldeal. Somit geht es hiermit einmal wieder in den tiefsten, amerikanischen Death Metal Underground. 

Online wurde diese EP bereits im Januar 2.018 veröffentlicht, d. h. also, dass das Limited Tape EP Release im kommenden Monat demnach genau genommen eine Re-Release ist. ;-) Laut Infos flossen die Sounds von Bands wie Incantation, Coffins und Morbid Angel-, genauso wie der von Minor Threat mit vollem Kellenumfang unterschwellig mit ein, was man dem Opener "Crude Implements Of Death" (Track 1) im ersten Durchlauf nicht anhört. Hier keift und schub-rifft man sich eher einpegelnd zu "Violence Is The Highest Law" (Track 2) durch, das knietief in der '90er Death Metal Tradition steht und tatsächlich Morbid Angel Einflüsse aufkommen lässt. Keifbarde "Thor" lässt Effekte gänzlich weg und kommt dadurch auch sympathischer (weil echter) zu Ohren, während Drummer Peter Ruacho die Felle mit 'ner Menge Druck durchtritt. Wenn man den Songtitel allerdings als Feststellung annehmen soll(te), möchte man dieser Plattitüde definitiv widersprechen. Leider liegen mir die Lyrics zu dieser EP nicht vor, demnach kann ich nur erahnen/spekulieren, ob hier nicht vielleicht auch Kritik an Trump's Politik mitläuft?

Dank "Festival Of The Crushed Skull Moon" (Track 3; Anspieltip I) wird es stellenweise doomig-schleppender, bringt allerdings dadurch auch die volle Breitseite Charme mit, der schlichtweg zu satt ausgewürztem Death Metal gehört. Abwechslungsreiche Parts, die in die Tiefe gehen und sick-toughe Perlen aus dem Tiefenmoor holen. Tempomäßig legt "Phalanx Breaker" (Track 4; Anspieltip II) in folge dessen 'ne ordentliche Schippe drauf und weiß sogar ordentlich die Nacken einzugrooven. Ein Fest für Fans des Old School Death Metal. Wer den Sound von Entombed (rein instrumental!) der frühen '90er mochte, dürfte hier stellenweise in höchste Verzückung geraten.     

"Warcry Of The Feral Coven" (Track 5) macht diese nicht ganz viertelstündige EP wasserdicht. Teils im Midtempo, teils mit leichten Uptempo-Parts. Insgesamt begeistert der nicht überproduzierte Sound, der das große Plus dieser Jungs bzw. dieser EP hergibt. 

V.Ö.: 13.07.18  

 

9,0/10 Schafe Schüsse

(Redefining Darkness Records 2.018)

https://www.facebook.com/GravenMaul/

https://gravenmaul.bandcamp.com/releases

Danny B

Schaf Schüsse: 

9
Eigene Bewertung: 9

Review No.: 

Tags: 

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